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Reiseerfahrungen Madeira 16.05.-30.05.2007

21.05.2007 - 6. Tag: Grotten bei São Vicente, Jardim Botânico

Unser erster ganzer Tag in Porto Moniz. Das Wetter war zwar etwas besser als am Anreisetag, allerdings immer noch regnerisch und wechselhaft und zum Wandern nicht gerade optimal. Also entschieden wir uns für ein Alternativprogramm.
Zunächst fuhren wir auf der Küstenstraße Richtung Osten. Die Straße wurde vor nicht allzulanger Zeit erneuert und führt nun durch sehr viele Tunnels. Dadurch wird das Fahren zwar leichter, aber sicherlich auch ein wenig uninteressanter als früher. Die alte abenteuerliche Küstenstraße, die die Ortschaften im Norden Madeiras verbad, ist zwar immer noch zu sehen, war aber fast komplett gesperrt. Ein einziger Teil der Straße war anscheinend noch in westlicher Richtung befahrbar. Ein großes Schild weißt darauf hin, dass die Benutzung der alten Straße auf eigenes Risiko erfolgt. Wegen des Regens und der damit verbundenen Steinschlaggefahr verzichteten wir auf dieses kleine Abenteuer.

Der nächste größere Ort an der Nordküstenstraße ist São Vicente. Bei São Vicente befinden sich große vulkanische Höhlen, die entstanden sind, als Lava Höhlengänge gebildet hatte, die übriggeblieben sind, nachdem die Lava rausgeflossen ist. Die Besichtigung der Höhlen erwies sich als passendes Alternativprogramm für das regnerische Wetter. Das dachten sich wahrscheinlich auch andere, denn die Gruppe, die die Führung mitmachte war so groß und dadurch die Leiterin der Besichtigung so wet weg, dass ich die Erläuterungen in Englisch nicht mehr verstehen konnte. Zum Glück gibt es Reiseführer, die die wichtigsten Informationen auch enthalten...
Die Höhlen erwiesen sich als recht interessant. Eine Besonderheit der Höhlen ist, dass sich an den Stellen wo Lampen aufgestellt sich, verschiende Pflanzen angesiedelt haben, deren Samen wohl durch das Wasser in das Höhleninnere gelangt sind. Diese Pflanzen haben nie das Licht der Sonne gesehen.
Nach der Besichtigung der Grotten wird man noch in ein "Vulkanzentrum" geführt, wo versucht wird, mit allerlei audiovisuellen Medien in portugiesisch und englisch Informationen zum Entstehung Madeiras und zum Vulkanismus allgemein zu vermitteln.

Da das Wetter im Norden Madeiras nicht besser wurden, fuhren wir weiter in den Süden nach Funchal. Die Fahrt zeigte uns, das tatsächlich in den verschiedenen Regionen Madeiras jeweils ein anderes Mikroklima herrscht, denn in Funchal war das Wetter deutlich besser als im Norden. Wir fuhren also zum Jardim Botânico, der schon in der Innenstadt ausgeschildert ist.
Der Botanische Garten gefiel uns sehr gut. Wir kamen über einen Nebeneingang rein, von wo auch die Seilbahn nach Monte abfährt. Im oberen Teil des Gartens waren noch wenige Blumen zu sehen. Der Weg in den Garten führte steil abwärts, insgesamt ging es etwa 80 Meter nach unten. Weiter unten wurden wir aber von der vielfalt der Pflanzen und Blumenwelt im Garten nicht enttäuscht. Und auch die Aussicht von oberhalb Funchals war recht schön.
Am Abend fuhren wir wieder zurück nach Porto Moniz, wo wir zum Abendessen ins "Pérola do Norte" einkehrten. Das Lammkottlett und das Thunfischsteak waren OK, wenn auch keine kulinarischen Highlights. Lustigerweise verstand mich die Bedienung nicht korrekt, als ich "Reis" bestellte und brachte statt dessen "Mais" und zwar in einer Form, die mir noch nicht bekannt war: In Würfelform geschnittener, frittierter Maisbrei. Das fanden wir ganz interessant und bestellten es später auch noch öfters.


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©Attila Bertalan